Grobauswertung des Getreidepflanzversuchs 2011/12

Nach den ersten, noch nicht systematisierten Ergebnissen von zwei der vier Versuchsflächen kann man bereits einige unstrittige Ergebnisse festhalten:

1. Höhere Erträge

Getreide zu pflanzen bringt absolut gesehen deutlich höhere Erträge als Getreide zu säen. Statistisch unangreifbare Aussagen zum ha-Ertrag sind erst nach der genauen Auswertung möglich, da die Parameter im Vergleich zur konventionellen Anbaumethode ungleich sind (Pflanzabstände, Zeit).

Durchschnittliche Ergebnisse: aus einem Pflänzchen, also aus einem Getreidekorn, gingen 60-100 Ährenhalme hervor, in der Spitze 254 Ährenhalme im Allgäu (700m ü.NN) und 164 Ährenhalme in Kärnten (1100m ü.NN). Spielraum für Optimierungen ist reichlich vorhanden, hierfür sind weitere Versuche nötig.

2. Optimale Anbaumethode

Hierzu gibt es unterschiedliche Ergebnisse. Auf zwei Flächen hat je einmal die Sägemehl-Methode nach Siegfried Lange und die Terra-Preta-Methode nach Herwig Pommeresche etwas besser abgeschnitten als die jeweils andere. Die bekannte, in Südfrankreich erfolgreiche Methode nach Bonfils funktionierte weder im Allgäu noch in Kärnten.

Hier zeigt sich ein Grundprinzip der Permakultur: es gibt keine automatischen Ergebnisse, die überall weitgehend gleich sind, vielmehr müssen die Methoden an die Standorte angepasst werden.

3. Allgemeines Fazit:

Getreide zu pflanzen und erfolgreich zu ernten ist mindestens mit alten Getreidesorten sehr gut möglich. Der erhöhte Arbeitsaufwand wird durch höheren Ertrag kompensiert und ist mindestens für die Selbstversorgung mehr als gerechtfertigt.

Getreide zu pflanzen ist eine sinnvolle Methode zur schnellen Vermehrung von Saatgut.

Eine systematische Auswertung mit interessanten Bildern folgt demnächst

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